Facebook in Geldnot

Kategorie: Artikel, Web 2.0     Autor: lin0x     Datum: Sonntag 29 März 2009     Uhrzeit: 21:24          

Wie das Branchenportal heise kürzlich berichtete, sieht sich das Web 2.0 Unternehmen Facebook momentan nach neuen Geldgebern um.

So soll man angeblich versuchen, Kredite in Höhe von 100 Millionen zu erlangen. Das Geld soll dann für den Betrieb der eigenen Server verwendet werden.


Videospiele: Hat sich da wer vorbereitet?

Kategorie: Kurioses, Sonstiges     Autor: lin0x     Datum: Mittwoch 25 März 2009     Uhrzeit: 20:19          

Heute von einem Freund (Gruß an Robert!) zugesendet bekommen. Ohne Kommentar, da möge sich jeder sein eigenes Urteil bilden :)

 

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Der Obama-Speech-Generator

Kategorie: Blogeinträge, Sonstiges     Autor: lin0x     Datum: Montag 16 März 2009     Uhrzeit: 19:35          

Dank Jonas (einem Arbeitskollegen) bin ich heute auf einen “speech generator” mit Obama-touch gestoßen:

http://www.atom.com/spotlights/inauguration_speech_generator/

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Das Prinzip ist simpel: Man gibt ein paar Sprichwörter ein, die dann in eine vorgefertigte Rede á la B. Obama eingebaut werden.

Bei mir kam folgendes heraus:

My fellow Americans, today is a silly day. You have shown the world that “hope” is not just another word for “horse”, and that “change” is not only something we can believe in again, but something we can actually ignore. 

Today we celebrate, but let there be no mistake – America faces cheap and hot challenges like never before. Our economy is long. Americans can barely afford their mortgages, let alone have enough money left over for swimming pools. Our healthcare system is deep. If your left arm is sick and you don’t have insurance, you might as well call a politician. And America’s image overseas is tarnished like a chair keyboard. But flying together we can right this ship, and set a course for Munich, Germany.

Finally, I must thank my expensive family, my tired campaign volunteers, but most of all, I want to thank the waitor for making this historic occasion possible. Of course, I must also thank you, President Bush, for years of shopping the American people. Without your cold efforts, none of this would have been possible.


Der Killerspiele-Populismus

Kategorie: Artikel, Sonstiges     Autor: lin0x     Datum: Sonntag 15 März 2009     Uhrzeit: 14:55          

Nach dem grausamen Ereignis von Winnenden melden sich erneut Politiker mit einem Verbot von Horrorfilmen und Killerspielen zu Wort. So berichtete beispielsweise Golem.de am 13.03.2009 von der  bayerischen Justizministeri Beate Merk (CSU):  “Gewaltspiele und Horrorfilme spielen bei fast allen Amokläufen junger Menschen eine Rolle. Zu sagen, Computerspiele und das Fernsehen sind alleine schuld daran, wäre viel zu einfach. Aber man darf und muss die Frage stellen: Braucht unsere Gesellschaft aggressive Gewaltspiele und exzessive Gewalt im Fernsehen? Meine klare Antwort: Auf diesen menschenverachtenden Schund können wir verzichten.” 

Auch der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) trug bei einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt seinen Teil zur neu aufgeflammten Debatte bei: ”Killerspiele sind schlicht abartig und sollten komplett verboten werden”.

Wer des Weiteren die politischen Talkshows und Nachrichten verfolgt hat, konnte sich mehrmals täglich über (wahrscheinlich) unüberlegte Äußerungen freuen, so mancher “Experte” verlier sich hier im puren Populismus und forderte mit mehr oder weniger schlüssigen Argumenten lautstark Verbote an allen Ecken.

Wenn man diese Linie weiter verfolgt, müsste man ja schon fast zu dem Schluss kommen, dass ein Verbot von erotischen und pornographischen Inhalten in allen Medien dazu führen könnte, dass die Anzahl der Sexualstraftaten sinkt. Oder, dass ein Verbot von “gewalttätigen” Sportarten – wie beispielsweise American Football – die Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft senkt.

 

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Bilderquelle: DPA/N24.de


Ich persönlich ziehe aus all diesen Diskussionen jedoch meine eigenen Schlüsse: Allzu oft führen die Äußerungen zur Medienzensur an den eigentlichen Ursachen vorbei. So hätte im Fall der jüngsten Ereignisse ein sog. “Killerspieleverbot” keine Wirkung gehabt, so lange der Vater des Täters eine Waffe unbeaufsichtigt im eigenen Wohnhaus herum liegen lässt.

Auch im Fall des Robert Steinhäusers, der laut ersten Medienberichten nach der Tag angeblich in Counter Strike “Frauen mit Kinderwägen” nieder gestreckt hatte, sind die Ursachen wohl nicht in Computerspielen zu suchen. Vielmehr häufen sich in vielen Fällen die Anzeichen, dass sich bei dem Täter im Laufe der Jahre eine riesige Wut im Bauch angesammelt hat, die mit dem Ammoklauf ein trauriges Ventil fand.

De Fakto würde eine Medienzensur sogar dazu führen, dass alleine in Deutschland zehntausende von jungen Menschen kein digitales Ventil mehr zur Verfügung hätten, denn jeder Zocker weiß, dass besonders Videospiele eine Abwechslung zum Alltag und somit auch Ventile bieten können. Wären diese Ausgleiche nicht mehr vorhanden, so könnten sich erst Recht Wut und Ärger anstauen, die dann anderweitig rausgelassen werden müssen.

 

In meinen Augen müssen also ganz andere Ansätze gefunden werden, damit man sich überhaupt sachlich mit dem Problem der Amokläufe befassen kann. Ich halte es jedoch für falsch, Ursachen im medialen Bereich zu suchen.


XEN oder OpenVZ?

Kategorie: Artikel, Virtualisierung, XEN     Autor: lin0x     Datum: Montag 2 März 2009     Uhrzeit: 12:18          

In mehreren Forendiskussionen wurde ich als XEN-Fan mit der Frage konfrontiert, welchen Grund es für einen Umstieg von OpenVZ auf XEN geben könnte.

Damit man die Frage sachlich korrekt – und frei von subjektiven Dingen – beantworten kann, muss man sich jedoch erst einmal mit den Detalis der beiden Virtualisierungslösungen auseinander setzen.

 

OpenVZ – OpenVZ ist der OpenSource-Ableger von Parallels Virtuozzo und besonders bei Hostern beliebt, da einzelne Hostserver mit VMs nur so vollgepackt werden können. OpenVZ ist dabei eine sogenannte  Container- bzw. Betriebssystemvirtualisierung, hier werden die Gäste überhalb der Kernel-Ebene positioniert.

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Einer OpenVZ-VM steht also somit kein eigener Kernel, sondern lediglich eine eigene virtuelle Umgebung zur Verfügung, in der keine eigenen Kernel-Module oder Treiber geladen werden können. Die virtuellen Umgebungen sind dabei strikt voneinander getrennt.

Durch die Art der Virtualisierung verbrauchen die einzelnen VMs standardmäßig nicht sehr viele Ressourcen, womit auf einem Host besonders viele Container untergebracht werden können.

Problematisch ist jedoch das Speichermanagement: Laut diesem Artikel hier findet bei OpenVZ keine strikte Trenung statt, was den ansprechbaren RAM angeht. So zeigt z.B. der Befehl /proc/meminfo anscheinend den Arbeitsspeicher des Hostsystems an, was bei Applikationen, die gerne mal viel Speicher allokieren, zu gravierenden Problemen führt. So kann es also durchaus sein, dass eine Anwendung auf der VM förmlich “denkt”, dass viel RAM zur Verfügung stehe und somit versucht, diesen zu adressieren. Je nach Fehlerbehandlung kann es dann dazu kommen, dass die Anwendung – und im worst case auch die VM – abstürzt.

Ein weiterer Aspekt ist ein vollgelaufener Arbeitsspeicher, sobald dieser Fall bei einer OpenVZ-VM eintritt, könnten Adressierungsversuche von laufenden Programmen (wie z.B.  durch die Funktion malloc() unter C/C++) fehlschlagen und ebenfalls einen Fehler zurück geben. Je nach Anwendung können auch hier Probleme auftreten.

Das Verhalten von OpenVZ-Umgebungen ist in manchen Fällen also unvorhersehbar.

 

XEN – XEN ist “relativ neu” und wurde ursprünglich an der Univ. von Campbridge entwickelt. Die Software wird unter einer OpenSource-Lizenz veröffentlicht, wobei es von Centrix mittlerweile auch kostenpflichtige Virtualisierungslösungen gibt (Centrix hat XEN vor einigen Jahren übernommen und arbeitet nun eng mit Microsoft zusammen).

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Unter XEN werden die VMs durch Paravirtualisierung realisiert: Der VMM (Virtual Maschine Manager, hier: Hypervisor) verdrängt dabei den Kernel in eine weniger priviligierte Schicht (z.B. CPU-Ring 1 in einer 32-Bit-Architektur) und platziert sich selbst als Schicht zwischen Hardware und Betriebssystem-Kernel. Dabei wird vorausgesetzt, dass sowohl Gast-, als auch Wirt-Betriebssysteme modifiziert werden können. Kann ein OS nicht modifiziert werden, da z.b. wie bei Microsoft Windows der Kernel nicht frei verfügbar ist, wird die VM mit diesem Betriebssystem vollvirtualisiert, was eher einer Hardwareemulation gleich kommt und nicht sehr perfomant ist.

Durch diese Architektur wird das Gastsystem mit einem eigenen Betriebssystem aufgesetzt, womit die virtuelle Umgebung vollständig vom Hostsystem und anderen VMs abgeschottet ist. Es ist also durchaus möglich, dass auf einem Debian-Host eine Windows-VM aufgesetzt wird. Die Gäste können dabei das Betriebssystem – falls möglich – frei modifizieren, wobei sich die VM also wie ein dezidierter Server verhällt. Wenn der Speicher voll läuft, fängt die XEN-VM an zu swappen, was zwar die Performance des Gastes negativ beeinträchtigt, laufende Applikationen jedoch vor dem Absturz bewahrt. Anders wie bei OpenVZ ist das Verhalten von XEN-Gästen also vorhersehbar, was vor allem mehr Planungskonsistenz und Sicherheit verspricht.

 

XEN vs. OpenVZ

Ob die Wahl nun auf XEN oder OpenVZ fällt, hängt jedoch auch von der geplanten Nutzung der VM ab. Es gibt sicherlich Anwendungen, für die sich eine OpenVZ-VM besser eignen würde, auch existiert unter OpenVZ mit ca. 3 Prozent ein kleinerer Overhead als bei XEN (aktuell ca. 5 Prozent).

Hier geht es also vor allem um Details, wobei ich persönlich die Speicherverwaltung von OpenVZ nicht hinnehmen würde. Ein weiterer Nachteil ist die fehlende Flexibilität bei OpenVZ: Wenn du beispielsweise von einem Linux-System auf Windows umsteigen möchtest, ist dies nur in Verbindung mit einem Host-Wechsel möglich – was nicht alle Anbieter offerieren. 

Da die Drittentwicklungen zu XEN (wie Webinterfaces) noch in den Kinderschuhen stecken, greifen momentan noch sehr viele Hoster zu OpenVZ/Virtuozzo, hier gibt es entsprechende Verwaltungstools und ausführliche Dokumentationen, die die Entwicklung von eigener Software erlauben. Hoster können somit schnell eigene GUIs schreiben, die Kunden z.B.  zum Neustarten von VMs nutzen können. Unter XEN gestaltet sich die ganze Angelegenheit schon etwas komplexer, da es hier weltweit gerade mal 14 WEb-GUIs zu geben scheint, die entweder kostenfrei oder kommerziell erhältlich sind, wobei nur eines dieser Interfaces für Hoster geeignet ist.

Hier muss man also eigene Lösungen entwickeln, damit Kunden ein ausreichendes VM-Management betreiben können.

Auf Grund der Speicherverwaltung und dem Verhalten von XEN-VMs kann ich jedoch jedem Nutzer zu XEN raten, falls dieser die Möglichkeit besitzt.


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